Mit den Händen zur Ruhe kommen – Emotionsregulation mit selbstgemachten Sensorik-Bällen
Manchmal ist alles einfach zu viel – die Bauklötze fallen um, ein Freund sagt etwas Gemeines, oder das Lieblingsspielzeug ist besetzt. Gefühle wie Wut, Ärger oder Traurigkeit gehören zum Alltag von Kindern, doch sie zu verstehen und zu steuern, will erst gelernt sein. Genau hier setzt unser pädagogisches Angebot an: „Emotionsregulation mit selbstgemachten Sensorik-Bällen“.
Gemeinsam mit den Kindern stellen wir kleine, weiche Sensorik-Bälle aus Luftballons und feinem Sand her. Schon das Herstellen selbst ist ein spannendes Erlebnis: Der Sand wird eingefüllt, die Ballons werden verknotet – und plötzlich entsteht etwas, das man drücken, rollen und kneten kann. Ein Ball, der beruhigt und zugleich Spaß macht.
Beim Spielen mit den Sensorik-Bällen erleben die Kinder, wie sie mit ihren eigenen Händen Einfluss auf ihr inneres Erleben nehmen können. Das sanfte Drücken und Kneten wirkt auf das Nervensystem entspannend, hilft, überschüssige Energie abzubauen, und fördert die Selbstwahrnehmung. Sie spüren, wie sich Druck und Spannung verändern – und lernen dabei, auch ihre Emotionen bewusster zu steuern.
Doch das Angebot hat noch mehr positive Effekte:
- Selbstwirksamkeit: Die Kinder erfahren, dass sie selbst etwas herstellen können, das ihnen guttut.
- Feinmotorik: Das Befüllen und Formen trainiert die Hände und Finger spielerisch.
- Konzentration: Wer aufmerksam knetet, ist ganz bei der Sache – eine kleine Achtsamkeitsübung im Alltag.
- Soziales Miteinander: Kinder, die lernen, sich zu beruhigen, können Konflikte ruhiger und lösungsorientierter angehen.
Unsere Sensorik-Bälle sind somit mehr als nur ein Bastelprojekt – sie sind kleine Werkzeuge zur Stärkung der emotionalen Kompetenz. Und das Beste: Sie passen in jede Kinderhand und können immer dann zum Einsatz kommen, wenn das Gefühlschaos mal wieder groß ist.